Bundeswehr Evakuierung Flughafen Kabul
Die Evakuierungsoperation der Bundeswehr am Flughafen Kabul im August 2021 gilt als die größte Luftbrücke in der Geschichte der Bundeswehr. Nach dem schnellen Vormarsch der Taliban und dem Fall Kabuls begann Deutschland gemeinsam mit internationalen Partnern eine militärische Evakuierungsmission unter extremen Bedingungen.
Fakten, Daten und Einsatzstärke der Bundeswehr in Kabul 2021
* Einsatzzeitraum: 16. August bis 26. August 2021
* Einsatzort: Hamid Karzai International Airport in Kabul
* Beteiligte Kräfte: bis zu 600 Soldatinnen und Soldaten
* Eingesetzte Einheiten:
* Fallschirmjäger
* Spezialkräfte des KSK
* Feldjäger
* Sanitätskräfte
* Luftwaffe
* Krisenunterstützungsteams
* Luftfahrzeuge:
* Airbus A400M
* Airbus A310
* zeitweise Hubschrauberkräfte im Bereitstellungsraum
Die Bundeswehr richtete eine Luftbrücke zwischen Kabul und Taschkent in Taschkent ein. Von dort wurden die Evakuierten weiter nach Deutschland ausgeflogen.
Evakuierte Personen
* Insgesamt evakuiert: rund 5.347 Menschen
* Menschen aus mindestens 45 Nationen
* Darunter:
* über 4.000 afghanische Staatsangehörige
* rund 500 deutsche Staatsbürger
* Ortskräfte und deren Familien
Die Sicherheitslage galt als hochkritisch. Der Flughafen Kabul war von chaotischen Zuständen, Menschenmengen und einer akuten Terrorbedrohung geprägt. Während der laufenden Evakuierung kam es zu einem schweren Terroranschlag im Umfeld des Flughafens. Trotzdem liefen die Flüge bis zum letzten möglichen Zeitpunkt weiter. 
Die ersten Evakuierungsflüge standen unter enormem Druck. Der erste A400M konnte aufgrund der Lage zunächst nur sieben Personen aus Kabul ausfliegen, obwohl das Flugzeug deutlich mehr Menschen transportieren kann. 
Die Operation zeigte sowohl die Leistungsfähigkeit militärischer Krisenevakuierung als auch die Grenzen politischer Vorbereitung. Innerhalb weniger Tage mussten Soldaten unter höchstem Risiko tausende Menschen identifizieren, sichern, transportieren und medizinisch versorgen.
Die Evakuierung aus Kabul bleibt bis heute ein Beispiel dafür, wie komplex, gefährlich und kostenintensiv internationale Krisen- und Evakuierungsoperationen geworden sind.
Wir danken dem ZDF sowie der Bundeswehr
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